Thomas Ruster: Abschiedsvorlesung und Festschrift
Etwa 80 Freund*innen, Kolleg*innen, Weggefährt*innen waren am 11. November in den Rudolf-Chaudoire-Pavillon gekommen, um Thomas Ruster als Professor für Systematische Theologie zu verabschieden. Dekan Christoph Schuck, Instituts-Direktor Alexander Unser und die beiden Kolleg*innen Claudia Gärtner und Egbert Ballhorn beschrieben in Grußworten Thomas Rusters fassettenreiches Wirken als theologischer Lehrer und Forscher: seine engagierte Förderung und Begleitung von Studierenden, seine Fähigkeit zu lebendiger fachlicher Auseinandersetzung.
Ruster selbst wurde noch einmal sehr grundsätzlich: In einer kritischen Relecture des Theologiebegriffs seines Namenspatrons Thomas von Aquin fragte er nach der Möglichkeit einer Theologie innerhalb einer evolutiven Denkweise, die auf den (er-)lösenden Herrschaftsgestus einer überlegenen Wahrheitsinstanz verzichtet.
33 theologische Objekte in Ruster’scher Beleuchtung
Außerdem wurde auf der Veranstaltung die Festschrift für Thomas Ruster vorgestellt: Von Simone Horstmann und Gregor Taxacher im Pustet Verlag herausgegeben, versammelt sie 33 Essays von ebenso vielen Autor*innen, die jeweils ein bestimmtes Objekt (von der BahnCard über den Kachelofen bis zu Schwert und Uhr) theologisch – und in Rezeption von Thomas Rusters Theologie – beleuchten: ein an Greifbaren und Angreifbaren orientiertes theologisches Lesebuch über „die real verändernde Tatsache, dass Gott ist“ (Karl Barth).
Link:
https://www.verlag-pustet.de/shop/item/9783791732947/theologische-objekte-kartoniertes-buch